Vereinsgeschichte

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Im Frühjahr 1928 fand im Saal des Gasthauses Sedlmaier die Gründungsversammlung des Obst- und Gartenbauvereins statt. Hauptlehrer Josef Moll (Foto), der auch einstimmig zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde, begrüßte damals über 100 Personen. Als offizielles Gründungsdatum des damals genannten “Obstbaumvereins” wurde der 1. Mai 1928 schriftlich festgelegt. Grund für die Vereinsgründung war u.a. die wirtschaftliche Situation dieser Zeit. Nachdem die landwirtschaftlichen Preise rapide fielen, mussten sich die Bauern nach einer neuen Einnahmequelle umsehen.  Dabei kam man auf den Obstbau, denn Qualitätsobst bracht damals noch etwas ein. Wegen des andauernden Vitaminmangels, dem Beginn der Weltwirtschaftskrise, und vor allem auch wegen der Sparmaßnahmen schloss man sich in der damals schwierigen Zeit zu Vereinen und Genossenschaften zusammen,um Obstbäume und Beerensträucher günstiger zu bekommen. Der organisierte Einkauf von Bäumen und Stäuchern in der “ Staatlichen Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Weihenstephan” erfreute sich bereits in den 30er Jahren großen Zuspruchs. Die Führungsspitze des Vereins verstand es, auch wirtschaftlich empor zu kommen.

 

 

So wurden an Grundbesitzer bereits drei Jahre nach der Gründung bei Einkäufen Zuschüsse bezahlt. Mit der Einführung eines geschichte_3Nachrichtenblatts für für amtliche Berichterstatter des statistischen Reichsamtes 1938 erhielt auch der Obstbau ein eigenes Ressort, worin die sogenannten “Obstberichterstatter” ihre Berichte abgeben konnten.Bei einer Baum- und Sträucherzählung im Jahr 1946 hatten Unterneukirchen und Oberburgkirchen 832 Apfelbäume, 415 Birnbäume, 792 Zwetschgenbäume und 663 Beerensträucher die reichsten Gemeinden im weiten Umkreis. Unter der Regie von Hans Hitzinger wurde 1952 eine fahrbare, motorisierte Baumspritze gekauft und mit Rupert Rauschecker ( Ebenbichl) erstmals ein Spritzenwart ernannt. Die erste Amtshandlung 1964 des Vorstands Josef Scheniderbauer war die Umbenennung des Vereins in “Obst- und Gartenbauverein”.

 

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Unter seiner Regie wurden erstmals eine Reihe von Ruhebänken aufgestellt und Blumenschuckprämierugen durchgeführt.Im Jahr 1965 trat der Verein dem Landesverband bei. Unter Federführung von Vorstand Konrad Schneiderbauer entstand auf der Fläche des alten Schulhauses vom 30. März bis 12 Juli 1982 der Dorfplatz, auf dem 1985 der ´Dorfbrunnen Im selben Jahr richtete der Verein das erste Dorffest aus, das bis heute jährlich am Fest Mariä Himmelfahrt ( 15. August ) stattfindet. In Eigenleistung wurde 1990 das Gerätehaus an der Kirmaierstraße errichtet. aufgestellt wurde.

 

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Nachdem sich am 28. Februar 1992 Konrad Schneiderbauer nicht mehr zur Wahl stellte und sich kein neuer Vorstand fand, drohte die Auflösung. Der damalige 2. Bürgermeister Georg Heindl sprang ein und übernahm kommissarisch die Führung. Bei seinem Abschied erhielt Konrad Schneiderbauer durch den Kreisvorsitzenden Richard Antwerpen die Ehrennadel in Gold. Am 4. April 1992 übernahm dann Franz Kainzmaier die Vorstandschaft, unter dessen Führung erstmals zwei geprüfte Baumwarte integriert wurden. Barbara Jüngling und Klaus Wunder. Sie  sind mittlerweile auch die ersten geprüfte Gartenpfleger im Landkreis Altötting.

 

 

 

Bürgermeister Georg Heindl gratuliert den Beiden im Juli 2006 zur bestanden Gartenpfleger- Prüfung